Nachhaltigkeit

Aus Verantwortung für die Natur und zur Sicherung unserer Lebensgrundlage verfolgen wir bei der Auswahl und Beschaffung unserer Fisch-Rohware das Prinzip der Nachhaltigkeit – also der Zukunftserhaltung – so gewissenhaft wie möglich.

Die Überfischung der Meere und ökologisch bedenkliche Zucht ist in aller Munde.

Wenn wir, als Hersteller, unsere Beschaffungsentscheidungen treffen, übernehmen wir Mitverantwortung für unsere gemeinsame Zukunft. Dieser Verantwortung haben wir uns zu stellen.

Das fängt bei der Festlegung an, mit welchen Rohwaren wir uns überhaupt beschäftigen. Als nächstes haben wir zu entscheiden, wo wir die von uns verarbeiteten Rohwaren beschaffen, in welchem Zustand die Bestände sind, auf die wir zurückgreifen bzw. nach welchen Kriterien wir die Zuchtbetriebe aussuchen, mit denen wir zusammenarbeiten.

Generell verarbeiten wir nichts aus illegaler, unregulierter oder Schwarzfischerei (sogenannte IUU-Fischerei), sondern greifen nur auf quotierte, streng überwachte Fischereien zurück.

Wir arbeiten nur mit langjährigen Partnern, von denen wir wissen, dass sie genauso wie wir stets um eine möglichst nachhaltige Verhaltensweise bemüht sind.

Schließlich bemühen wir uns, unseren Vorlieferanten für die Rohware und deren Leistung einen fairen Preis zu zahlen – um auch ökonomisch die Basis zu bieten für nachhaltiges Verhalten auf Seiten unserer Vorlieferanten.

Folgende Rohwaren verarbeiten wir zurzeit:

1. Hering aus der Norwegischen See
2. Hering aus der Nordsee
3. Hering aus der Westlichen Ostsee
4. Hering aus Kanada
5. Alaska-Seelachs  aus der Bering-See
6. Eismeergarnelen aus Kanada
7. Warmwassergarnelen aus Thailand
8. Flusskrebse aus China

In welchem Zustand die jeweiligen Bestände sind und nach welchen Kriterien wir sie für uns als hinreichend nachhaltig ausgewählt haben, sehen Sie, indem Sie auf den gewünschten Bestand klicken.


Bei der Bewertung beziehen wir verschiedene Informationsquellen und einschlägige wissenschaftliche Stellungnahmen mit ein. Die von uns genutzten Quellen haben wir zum Teil bei den Rohwaren mit angegeben. Eine Übersicht über weitere und in diesem Zusammenhang wichtiger Quellen haben wir unter der Rubrik Wissenswertes zusammengefasst.

Zu einem nachhaltigen Verhalten in Sachen Fischerei – insbesondere wenn es um Wildfang aus dem Meer geht – gehört ebenfalls der bewusste Umgang mit dem Thema der Fangmethoden und dem Thema Beifang/Rückwurf. Es gibt Fangmethoden, die wir von uns aus ökologischen Gründen grundsätzlich ausschließen, dazu gehört zum Beispiel die Grundschleppnetz-Fischerei mit ihrer übermäßig starken negativen Beeinträchtigung des Meeresbodens.

Ein besonderes Problem ist der auf der Welt sehr verbreitete Rückwurf von unerwünschtem Beifang – von ca. 100 Millionen Tonnen, die in unseren Weltmeeren jedes Jahr für den menschlichen Verzehr gefangen werden, wird die unglaubliche Menge von ca. 30 Millionen Tonnen als unerwünschter Beifang wieder ins Meer zurückgeworfen. Deswegen legen wir großen Wert darauf, dass die für uns gefangenen Mengen nur mit äußerst geringen Beifängen verbunden sind – und dass diese Beifänge an Bord verbleiben und einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden, z.B. für den menschlichen Verzehr genutzt werden.

Um den Meeresbewohnern weltweit hinreichend Gelegenheit zu geben, Nachwuchs und Bestand wieder aufzubauen, ist unseres Erachtens eine deutliche Ausweitung der Meeres-Schutzgebiete geboten.

Um die Artenvielfalt und den Bestandsreichtum der Meere zu erhalten, bedarf es vieler Anstrengungen. Zum Erfolg können wir nur kommen, wenn jeder der beteiligten Partner – Fischerei, weiterverarbeitende Fischindustrie, wissenschaftliche Forschung und die rahmensetzende Politik – sich selbst um verantwortungsvolles Handeln bemüht.

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